Publiziert in Forschung

Interaktives Förderspielzeug

Interaktive, smarte Elemente können bei dem Design von Förderspielzeugen einen großen Zusatznutzen bringen. Durch Technologie werden zusätzliche Reize ermöglicht, die bei konventionellen Spielzeugen ohne Elektronik nicht vorkommen. Zum Beispiel kann ein Spielzeug mit hellen Lichtern ausgestattet und so auch von Kindern mit Sehbehinderung wahrgenommen werden. Diese Beleuchtung könnte sich weiter verändern, je nach dem welche Farbe der  Untergrund hat auf welchem das Spielzeug steht (so umgesetzt im unten beschriebenen "Cuebe").

Auf dieser Seite möchten wir drei Prototypen-Reihen zu interaktiven Förderspielzeug vorstellen, nämlich "Color Cube", "Boost Beans" und "Cuebe".



Color Cube (a.k.a. LightSight)

Abbildung: Ein Kind bekommt auf einem Bildschirm zufällige Symbole angezeigt und gleicht diese mit dem drahtlos-verbundenen "Color Cube" ab.

"Color Cube" ist eine Gruppenarbeit der Studierenden Hana Salihodzic, Konstantin Zilberburg und Niloufar Chakhmaghi aus einer früheren Lehrveranstaltung, die schließlich zum Studiengang Design digitaler Systeme weiterentwickelt wurde. Die Studierenden haben grundlegende Einführungen in den Bau interaktiver Prototypen erhalten und dann als Abschlussarbeit den Color Cube erschaffen. 

Bei dem Color Cube handelt es sich um einen kontrastreichen, smarten Würfel, dessen Seiten je ein beleuchtetes Symbol enthalten. Aus diesem Grund kann das Gerät auch von Kindern mit bestimmten Sehbehinderungen wahrgenommen werden.

Das Spielen mit dem Color Cube besteht darin, ein auf einem Bildschirm zufällig angezeigtes Symbol am Würfel zu finden und zu drücken. Der Würfel fördert also auf eine spielerische Weise das Sehen, das Abgleichen von Formen und die Motorik.

In dem verlinkten Video zeigen die Studierenden, wie sie einen interaktiven Prototypen für dieses Konzept innerhalb weniger Tage erstellt haben.

Demo-Video des Prototyping Prozesses von den Studierenden

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Boost Beans

Die Idee von den "Boost Beans" besteht darin, konventionelle Spielzeuge mit zusätzlichen Ton-, Vibrations-, und Lichtreizen auszustatten und diese per Fernsteuerung zu aktivieren. So soll in der Förderung von Kindern mit Behinderung das Spielen interessanter gestaltet werden, insbesondere unter Einbezug zusätzlicher Stimulation. 

In diesem Konzept eröffnet interaktive Technologie also zusätzliche Möglichkeiten. Beispielsweise können die konventionellen Spielzeuge so auf Knopfdruck zum Leuchten gebracht werden. Auf diese Weise kann ein Kind mit Sehbehinderung mehr visuelle Reize wahrnehmen und außerdem Aktion-Reaktion Verknüpfungen erfahren (ein Knopfdruck führt zu Beleuchtung etc.).

Momentan haben wir Prototypen für vier Varianten gebaut: Vibration, Sound, Licht und eine universelle Anschlussmöglichkeit für USB-Gadgets (z.B. USB-Ventilatoren) inklusive dazugehöriger Fernbedienung. Außerdem habe wir Fernbedienungen in der Form von speziellen Puzzlen aus der Frühförderung gebaut, welche die verschiedenen Boost Beans ebenfalls aktivieren können (siehe unten verlinktes Video).

Abbildung: Illustration des Konzeptes der "Boost Beans".  Diese kleinen drahtlosen "Bohnen" können mit konventionellen Spielzeugen kombiniert und auf Knopfdruck aktiviert werden. Dann vibrieren oder leuchten sie auf oder es ertönen selbst aufgezeichnete Geräusche.

Video-Demo der aktuellen Version der Boost Beans

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Cuebe

Das Konzept des Cuebe (Cube + Cue) ist denkbar einfach. Das Gerät kann gegen farbige Oberflächen gedrückt werden und erleuchtet sodann in dieser Farbe. Vielleicht ist Cuebe aufgrund dieser Einfachheit so bliebt bei den Kindern geworden. Es handelt sich im Grunde um einen Color Picker. Die hellen, leuchtenden Farben dienen den Kindern mit Sehbehinderung als Reiz (Cue) beim Förder-Training des Sehens. Außerdem kann Cuebe für die Verbesserung der Motorik eingesetzt werden.

Eine Bauanleitung für Cuebe ist an dieser Stelle für ambitionierte Makers erhältlich.

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Diese Arbeiten wurden zu Teilen gefördert von "Gemeinsame Gesundheitsziele aus dem Rahmen-Pharmavertrag, eine Kooperation von österreichischer Pharmawirtschaft und Sozialversicherung".



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